Die Frage, ob HDL bei Fatigue sinnvoll ist, lässt sich aus der aktuellen Evidenz nicht klar bejahen. HDL (High-Density-Lipoprotein) ist ein Cholesterin-Marker, der primär mit kardiovaskulärem Risiko assoziiert wird. Ein direkter, klinisch relevanter Zusammenhang mit Müdigkeit oder Erschöpfung ist nicht belegt. Zwar gibt es Hinweise, dass niedriges HDL im Rahmen eines metabolischen Syndroms oder chronischer Entzündungen indirekt zu Fatigue beitragen könnte, doch die Effektstärke ist gering und die Evidenzlage überwiegend mechanistisch oder aus Beobachtungsstudien. Für die Abklärung von Fatigue sind Nährstoffmangel-Tests (z. B. Vitamin D, B12, Eisen, Magnesium) deutlich aussagekräftiger und handlungsorientierter. Auch Schlafqualität, Stressbelastung und Schilddrüsenfunktion sind relevanter. Ein HDL-Wert allein liefert keine verlässliche Antwort auf das Symptom Fatigue. Die Messung kann im Rahmen eines Lipidprofils sinnvoll sein, aber nicht als primärer Fatigue-Marker. Caveat: Keine klinische Diagnose; bei anhaltender Müdigkeit ärztliche Abklärung empfohlen.
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