Kohlenhydrate sind eine der drei Hauptnährstoffgruppen (neben Fett und Eiweiß) und dienen dem Körper primär als Energielieferant. Chemisch bestehen sie aus Zuckermolekülen (Saccharide), die in Einfachzucker (Monosaccharide wie Glukose, Fruktose), Zweifachzucker (Disaccharide wie Saccharose, Laktose) und Mehrfachzucker (Polysaccharide wie Stärke, Ballaststoffe) unterteilt werden. Im Verdauungstrakt werden komplexe Kohlenhydrate zu Glukose abgebaut, die ins Blut aufgenommen wird und als Treibstoff für Zellen, insbesondere Gehirn und Muskeln, dient. Ballaststoffe sind unverdauliche Kohlenhydrate, die die Darmgesundheit fördern und den Blutzucker stabilisieren. Die Qualität der Kohlenhydrate ist entscheidend: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüse liefern langkettige Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index, während raffinierte Zucker und Weißmehlprodukte schnell ins Blut gehen und zu Blutzuckerspitzen führen können. Die D-A-CH-Empfehlung lautet, etwa 50–55 % der täglichen Energie aus Kohlenhydraten zu beziehen, wobei Ballaststoffe mit mindestens 30 g pro Tag eine wichtige Rolle spielen. Ein DNA-Test kann einzelne Genvarianten (z. B. in AMY1, TCF7L2) aufzeigen, die den Kohlenhydratstoffwechsel beeinflussen, aber die Evidenz ist moderat und ersetzt keine ausgewogene Ernährung.
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