Hb steht für Hämoglobin, ein eisenhaltiges Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff transportiert. Ein niedriger Hb-Wert deutet meist auf eine Anämie (Blutarmut) hin. Die Ernährung kann bei bestimmten Anämieformen helfen: Eisenreiche Lebensmittel wie rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, Spinat und Vollkornprodukte sind zentral. Vitamin C (z. B. aus Zitrusfrüchten) verbessert die Eisenaufnahme. Auch Vitamin B12 und Folsäure sind essenziell – ein Mangel kann durch tierische Produkte bzw. grünes Blattgemüse ausgeglichen werden. Genetische Varianten wie FUT2 (rs602662) können die B12-Aufnahme beeinträchtigen und so indirekt den Hb-Spiegel senken. Allerdings ist nicht jede Anämie ernährungsbedingt; chronische Entzündungen, Nierenerkrankungen oder Blutverlust sind häufige Ursachen. Ein Arztbesuch mit Blutbild ist daher unerlässlich, bevor man die Ernährung umstellt. Die Evidenz für den Einfluss der Ernährung auf den Hb-Wert bei Eisenmangelanämie ist stark (human-strong), aber bei anderen Anämieformen schwächer. MyBody-X-Tests können genetische Risiken für B12-Mangel aufdecken, ersetzen aber keine medizinische Diagnose.
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