Kefir kann aufgrund seines Gehalts an probiotischen Bakterien und Hefen sowie bioaktiven Peptiden potenziell die Darmgesundheit fördern und den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. Einige Humanstudien deuten auf eine moderate Verbesserung der Insulinsensitivität und eine Reduktion von Entzündungsmarkern hin. Allerdings sind die Effekte individuell sehr unterschiedlich und hängen stark von der Zusammensetzung des Kefirs, der Dauer des Konsums und der Ausgangsflora des Darms ab. Wichtig: Viele handelsübliche Kefirprodukte enthalten zugesetzten Zucker, der die Blutzuckerregulation negativ beeinflussen kann. Daher sollte man auf ungesüßte Varianten achten. Zudem ist Kefir kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder medikamentöse Therapie bei Diabetes. Die Evidenz ist moderat – es gibt positive Metaanalysen, aber die Studien sind oft klein und heterogen. Ein individueller Test des Blutzuckerspiegels nach Kefirkonsum kann helfen, die persönliche Verträglichkeit zu beurteilen. Insgesamt ist Kefir ein vielversprechendes, aber kein Wundermittel.
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