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Welche Rolle spielt Ferritin für Müdigkeit?

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Welche Rolle spielt Ferritin für Müdigkeit?

Ferritin ist das wichtigste Speicherprotein für Eisen im Körper. Ein niedriger Ferritinspiegel weist auf leere Eisenspeicher hin – oft die früheste Phase eines Eisenmangels, noch bevor eine Anämie (Blutarmut) entsteht. Da Eisen für die Sauerstoffversorgung der Zellen und die Energieproduktion in den Mitochondrien essenziell ist, führt bereits ein subklinischer Eisenmangel ohne Blutarmut zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und verminderter Leistungsfähigkeit. Zahlreiche klinische Studien belegen diesen Zusammenhang. Allerdings ist Ferritin auch ein Akute-Phase-Protein: Bei Entzündungen, Infektionen oder chronischen Erkrankungen kann es erhöht sein, selbst wenn die Eisenspeicher leer sind. In solchen Fällen maskiert ein normaler oder erhöhter Ferritinwert einen tatsächlichen Eisenmangel. Daher sollte Ferritin immer zusammen mit CRP, Transferrinsättigung und ggf. löslichem Transferrinrezeptor beurteilt werden. Für die Diagnostik von Müdigkeit ist Ferritin ein sinnvoller, aber nicht alleiniger Marker. Ein optimaler Bereich liegt meist über 30–50 ng/mL, wobei individuelle Faktoren wie Geschlecht, Alter und Entzündungsstatus zu berücksichtigen sind. Ein MyBody-X Nährstoffmangeltest kann Ferritin messen, jedoch ohne begleitende Entzündungsmarker ist die Interpretation eingeschränkt.

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