Mythos: Sport senkt LDL-Cholesterin immer und deutlich. Fakt: Die Wirkung von Sport auf LDL ist moderat und individuell. Ausdauertraining kann LDL um etwa 5–10 % senken, während Krafttraining oft neutral bleibt. Wichtiger ist die Verbesserung der LDL-Partikelgröße: Sport fördert große, fluffige Partikel (weniger atherogen) und reduziert kleine, dichte LDL. Zudem steigt HDL und Triglyceride sinken. Allerdings kann ein ungesunder Lebensstil (z. B. hohe Zufuhr von Transfetten, Zucker) den positiven Effekt von Sport auf LDL aufheben. Ein weiterer Mythos: „Wer viel trainiert, kann essen, was er will“ – das ist falsch, da Ernährung und Genetik (z. B. APOE, PCSK9) den LDL-Spiegel stark beeinflussen. Für eine aussagekräftige Bewertung des kardiovaskulären Risikos sind Blutfette (LDL, HDL, Triglyceride) sowie Entzündungsmarker (hsCRP) und ggf. ApoB oder LDL-Partikelzahl sinnvoll. Sport ist essenziell für die Herzgesundheit, aber kein Allheilmittel für hohes LDL. Caveat: Bei sehr hohem LDL (>190 mg/dL) oder familiärer Hypercholesterinämie reicht Sport allein nicht aus – medikamentöse Therapie ist nötig.
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