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Unterschied Laienmeinung vs Evidenz: Haarausfall Labor

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Unterschied Laienmeinung vs Evidenz: Haarausfall Labor

Laien glauben oft, ein einfaches Labor könne die Ursache von Haarausfall eindeutig klären – etwa durch Testosteron-, Schilddrüsen- oder Nahrungsmittelunverträglichkeitstests. Die Evidenz zeigt jedoch: Haarausfall ist multifaktoriell. Ein reiner Testosteron-Panel (wie im Kontext beschrieben) misst nur Gesamt- und freies Testosteron, SHBG, Prolaktin und Albumin, aber nicht LH, FSH oder Estradiol – damit fehlt die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse. Ein einzelner niedriger Wert ist nicht diagnostisch. IgG-basierte Nahrungsmitteltests (von EAACI/AAAAI/DGAKI abgelehnt) messen Exposition, nicht Intoleranz, und führen oft zu unnötigen Diäten. Evidenzgestützt sind dagegen Ferritin (Eisenmangel), Vitamin D, TSH/fT3/fT4, Zink und ggf. ein Androgenprofil (DHT) bei Verdacht auf androgenetische Alopezie. Auch genetische Tests (z. B. AR-Gen) haben nur moderate Vorhersagekraft. Fazit: Kein einzelnes Labor ersetzt die ärztliche Anamnese und ggf. eine Kopfhautbiopsie. Vorsicht vor überteuerten Panels ohne klinische Validierung.

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