Ein Mikrobiom-Test für die Haut verspricht oft personalisierte Pflege, doch die wissenschaftliche Basis ist aktuell dünn. Das Hautmikrobiom ist hochindividuell, standortabhängig und dynamisch – es ändert sich mit Alter, Hygiene, Klima und Produkten. Zwar gibt es Studien, die Zusammenhänge zwischen bestimmten Bakterien (z. B. Staphylococcus epidermidis, Cutibacterium acnes) und Hautzuständen wie Akne oder Ekzemen zeigen, aber ein kommerzieller Test liefert selten klinisch verwertbare Handlungsanweisungen. Die meisten Angebote stützen sich auf Korrelationen, nicht auf kausale Belege. Zudem fehlen standardisierte Referenzwerte und Längsschnittdaten. Ein Test kann als grobe Orientierung dienen, ersetzt aber keine dermatologische Diagnostik. Vorsicht vor übertriebenen Versprechen: Die Evidenz für eine verbesserte Hautgesundheit durch testbasierte Produktempfehlungen ist schwach. Sinnvoller ist es, auf bewährte Hautpflege, eine ausgewogene Ernährung und ärztliche Beratung zu setzen. Evidenzgrad: unklar (überwiegend mechanistisch/frühe Forschung).
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