Mythen und Fakten: Cardio-Risiko-Check und Schlaf. Viele glauben, dass ein Gentest allein das Herzinfarktrisiko präzise vorhersagen kann. Tatsächlich zeigen genomweite Assoziationsstudien (GWAS) zwar Zusammenhänge zwischen einzelnen SNPs (z.B. in Genen wie 9p21) und kardiovaskulären Ereignissen, die Effekte sind jedoch klein und werden durch Lebensstil, Ernährung, Schlaf und Umwelt stark moduliert. Ein weiterer Mythos ist, dass Schlafmangel direkt durch einen Test „repariert“ werden kann. Fakt ist: Kurze oder gestörte Schlafdauer (<6h oder >9h) ist ein unabhängiger Risikofaktor für Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzinfarkt. Ein Cardio-Risiko-Check (Blutwerte wie Cholesterin, hsCRP, Lp(a) plus Blutdruck) ist evidenzbasierter als reine DNA-Analysen. Die Kombination aus Schlafhygiene, Bewegung und mediterraner Ernährung senkt das Risiko nachweislich. Caveat: Kein Heimtest ersetzt eine ärztliche Abklärung bei bestehenden Symptomen.
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