Die Frage, ob APOE-Genvarianten für die Fruchtbarkeit relevant sind, lässt sich aus der vorliegenden Wissensbasis nicht beantworten. Es gibt keine direkten Studien oder Marker, die einen gesicherten Zusammenhang zwischen APOE und Fertilität belegen. APOE ist vor allem für seinen Einfluss auf den Fettstoffwechsel und das Alzheimer-Risiko bekannt. Einige populationsgenetische Studien haben schwache Assoziationen mit Fortpflanzungsmerkmalen gefunden, aber diese sind nicht reproduziert oder klinisch relevant. Consumer-DNA-Tests, die APOE im Kontext von Fruchtbarkeit anbieten, basieren daher auf unzureichender Evidenz – eher Marketing als Wissenschaft. Die Fruchtbarkeit wird durch viele Faktoren bestimmt: Alter, Hormonstatus, Lebensstil, Umwelt und medizinische Bedingungen. Ein Gentest kann keine verlässliche Aussage treffen. Wer sich mit Fruchtbarkeit beschäftigt, sollte einen Facharzt (Gynäkologe/Androloge) konsultieren und sich auf validierte diagnostische Verfahren stützen. Die Evidenz ist als 'unclear' einzustufen.
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