BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor) und Blutzucker sind über mehrere Mechanismen miteinander verknüpft. Erhöhte Blutzuckerspiegel, wie bei Diabetes, können die BDNF-Expression im Gehirn und in peripheren Geweben senken. Umgekehrt fördert BDNF die Insulinsensitivität und die Glukoseaufnahme in Neuronen und Muskelzellen. Studien zeigen, dass niedrige BDNF-Spiegel mit Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes assoziiert sind. Bewegung und bestimmte Ernährungsweisen (z. B. mediterrane Kost) können BDNF erhöhen und gleichzeitig den Blutzucker verbessern. Die Evidenz basiert auf humanen Beobachtungs- und Interventionsstudien, jedoch fehlen groß angelegte RCTs, die eine kausale Richtung eindeutig belegen. Daher ist der Zusammenhang als moderat gesichert einzustufen. Vorsicht ist geboten bei der Interpretation von Gentests, die BDNF-Varianten mit Blutzucker verknüpfen – die Effekte sind klein und nicht deterministisch.
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