Der Omega-3-Index misst den Anteil von EPA und DHA in den roten Blutkörperchen und gilt als Marker für die langfristige Omega-3-Versorgung. Mythos: Ein hoher Omega-3-Index führt direkt und signifikant zur Gewichtsabnahme. Fakt: Omega-3-Fettsäuren können entzündungshemmend wirken und den Fettstoffwechsel leicht verbessern, aber die Effekte auf das Körpergewicht sind in Studien meist gering (< 1 kg) und nicht konsistent. Eine Metaanalyse von 2018 (Du et al.) fand eine moderate Reduktion von Taillenumfang und Körperfett, jedoch nur bei übergewichtigen Personen mit zusätzlicher Kalorienrestriktion. Der Omega-3-Index ist kein „Fettverbrenner“, sondern ein Gesundheitsmarker. Ein niedriger Index (< 4 %) ist mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert, was indirekt die Gewichtsregulation erschweren kann. Für nachhaltige Gewichtsabnahme sind Kaloriendefizit, Bewegung und Schlaf entscheidend. Omega-3-Präparate können sinnvoll sein, ersetzen aber keine Lebensstiländerung. Caveat: Hohe Dosen (> 3 g/Tag) können Blutungsrisiko erhöhen; vor Supplementierung ärztlich abklären.
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