Kefir ist ein fermentiertes Milchprodukt, das durch Kefirknollen (eine Symbiose aus Milchsäurebakterien und Hefen) hergestellt wird. Die wissenschaftliche Evidenz zu seinen Wirkungen ist überwiegend mechanistisch und basiert auf kleinen Humanstudien. Kefir kann die Darmmikrobiota positiv beeinflussen, indem er probiotische Bakterien liefert und das Wachstum nützlicher Keime fördert. Zudem gibt es Hinweise auf eine Verbesserung der Laktoseverdauung bei Laktoseintoleranz, eine moderate Senkung von Entzündungsmarkern (z. B. C-reaktives Protein) und eine antioxidative Wirkung. Einige Studien deuten auf eine leichte Senkung des LDL-Cholesterins hin, jedoch sind die Effekte individuell unterschiedlich. Wichtig: Kefir ist kein Medikament, sondern ein Lebensmittel. Die meisten Studien sind klein, kurz und heterogen. Für spezifische gesundheitliche Ansprüche (z. B. Immunmodulation, Krebsprävention) reicht die Evidenz nicht aus. Bei schweren Immundefekten oder nach Organtransplantation ist Vorsicht geboten, da lebende Mikroorganismen enthalten sind. Insgesamt ist Kefir als Teil einer ausgewogenen Ernährung sinnvoll, aber keine Wunderwaffe.
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