Die Frage nach dem Nutzen eines Vitamin-D-Checks ist berechtigt, denn viele Verbrauchertests versprechen mehr, als sie halten können. Ein reiner DNA-Test auf Vitamin-D-Rezeptor (VDR)-Varianten – wie FokI, BsmI, ApaI oder TaqI – kann nicht den aktuellen Vitamin-D-Spiegel im Blut messen. Die Evidenz für eine klinische Handlungsrelevanz dieser Genvarianten ist moderat und populationsabhängig; keine große medizinische Fachgesellschaft empfiehlt derzeit ein routinemäßiges VDR-Screening. Der Test kann bestenfalls Hinweise auf eine möglicherweise veränderte Rezeptoraktivität geben, aber eine Vitamin-D-Bestimmung im Serum (25-OH-D) bleibt der Goldstandard. Wer seinen Vitamin-D-Status wirklich wissen will, sollte einen Bluttest beim Arzt machen lassen. Ein reiner Gentest ohne Blutwert ist für die Supplementierung oder Therapiesteuerung nicht ausreichend. Achtung vor Marketingversprechen: Die ISO-Zertifizierung des Labors garantiert die Analysequalität, nicht die klinische Wirksamkeit des Tests.
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