Mythos: Ein DNA-Test sagt Ihnen genau, welche Nährstoffe Sie für den Sport brauchen. Fakt: Die meisten Nährstoffchecks (z. B. für Vitamin D, B12, Eisen) basieren auf Blutwerten, nicht auf Genetik. Genvarianten wie VDR (Vitamin-D-Rezeptor) haben nur einen mechanistischen Hinweis auf leichte Stoffwechselunterschiede, aber die RDA deckt die meisten Menschen ab – ohne Bluttest ist eine Supplementierung über 4.000 IE/Tag riskant. Auch das ACTN3-Gen („Sprinter-Gen“) hat nur kleine Effekte auf Kraft/Sprint; viele Spitzensportler haben die „Nicht-Sprinter“-Variante. Ein Nährstoffcheck ist sinnvoll bei Leistungssportlern mit Mangelrisiko, aber ein pauschaler DNA-basierter Supplementplan ist nicht evidenzgestützt. Die Evidenz ist gemischt: Für einige Gene gibt es moderate Humanstudien, für andere nur mechanistische Daten. Fazit: Lassen Sie vor Supplementierung Ihren Blutstatus messen und verlassen Sie sich nicht allein auf Gentests.
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