Das CLOCK-Gen (Circadian Locomotor Output Cycles Kaput) ist ein zentraler Regulator der inneren Uhr. Störungen des zirkadianen Rhythmus – etwa durch Schichtarbeit, Jetlag oder unregelmäßigen Schlaf – können zu Müdigkeit (Fatigue) führen. Allerdings ist die direkte Assoziation einzelner CLOCK-Polymorphismen mit Fatigue im Alltag wissenschaftlich schwach belegt. Die meisten Studien zeigen moderate Effekte auf Schlafarchitektur oder Chronotyp, aber keine robuste Vorhersagekraft für Fatigue-Symptome. Zudem wird Fatigue multifaktoriell beeinflusst (Schlafqualität, Stress, Ernährung, Bewegung). Ein Gentest auf CLOCK-Varianten ist daher für die Fatigue-Diagnostik oder -Therapie nicht evidenzbasiert. Die klinische Relevanz bleibt unklar, und direkte-to-consumer-Tests überschätzen oft die Aussagekraft. Caveat: Ohne Berücksichtigung von Lebensstil und Schlafhygiene ist eine isolierte Genbetrachtung irreführend.
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