Die Frage nach Kohlenhydraten und Evidenz ist breit. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist gesichert: Vollkorn- und ballaststoffreiche Kohlenhydrate (Gemüse, Hülsenfrüchte, Hafer) senken nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und fördern die Darmgesundheit (Evidenz: human-strong). Raffinierte Kohlenhydrate (Weißmehl, Zucker) hingegen sind mit erhöhten Blutzuckerspitzen, Entzündungen und Gewichtszunahme assoziiert (Evidenz: human-moderate). Die Wirkung hängt stark vom individuellen Stoffwechsel, Mikrobiom und genetischen Faktoren (z. B. AMY1-Kopienzahl) ab. Der konkrete Kontext (Müdigkeit, Blähungen) deutet auf mögliche Unverträglichkeiten oder Dysbiose hin – hier ist eine Eliminationsdiät (z. B. Low-FODMAP) evidenzbasierter als ein Gentest. Caveat: Pauschale Aussagen wie „Kohlenhydrate sind schlecht“ sind nicht evidenzbasiert. Die Qualität und Menge entscheiden. Ohne spezifischere Angabe bleibt die Evidenzlage gemischt.
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