Die Behauptung, dass FOXO3 direkt die Fruchtbarkeit beeinflusst, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. FOXO3 ist ein Gen, das in GWAS-Studien mit Langlebigkeit assoziiert wurde, jedoch mit kleinen Effektstärken. Es gibt Hinweise aus der Grundlagenforschung, dass FOXO3 an der Regulation von Zellalterung und oxidativem Stress beteiligt ist – Mechanismen, die theoretisch auch die Eizellreserve beeinflussen könnten. Allerdings fehlen robuste Humanstudien, die einen kausalen oder prädiktiven Zusammenhang zwischen spezifischen FOXO3-Varianten und weiblicher oder männlicher Fertilität belegen. Die MyBody-X DNA-Tests messen FOXO3-SNPs, aber die Ergebnisse sind für Fruchtbarkeitsfragen nicht klinisch validiert. Faktoren wie Alter, Hormonstatus, Lebensstil und andere genetische Varianten (z. B. FMR1, BRCA) haben einen weitaus größeren Einfluss. Verbraucher sollten sich nicht auf FOXO3 als „Fruchtbarkeitsgen“ verlassen. Die Evidenz ist hier als „mechanistisch“ oder „unclear“ einzustufen – es handelt sich eher um einen Mythos als um einen gesicherten Fakt.
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