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Evidenz-Check: FADS1 im Kontext von fertility

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Evidenz-Check: FADS1 im Kontext von fertility

FADS1 kodiert für eine Delta-5-Desaturase, die den Umbau von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LC-PUFA) katalysiert. Diese Fettsäuren sind Vorläufer von Prostaglandinen, Leukotrienen und anderen Eicosanoiden, die Entzündungsprozesse und die Hormonregulation beeinflussen. Im Kontext der Fertilität gibt es Hinweise, dass genetische Varianten in FADS1 (z. B. rs174547) mit veränderten LC-PUFA-Spiegeln assoziiert sind, was die Eizellqualität, Spermienfunktion und die Einnistung beeinflussen könnte. Einige Studien zeigen Zusammenhänge zwischen FADS1-Polymorphismen und weiblicher Fruchtbarkeit sowie männlicher Samenqualität, jedoch ist die Evidenzlage moderat und nicht ausreichend für klinische Handlungsempfehlungen. Die meisten Daten stammen aus Assoziationsstudien (GWAS) und mechanistischen Arbeiten. Direkte Interventionsstudien fehlen weitgehend. Ein Gentest auf FADS1 kann daher nur als ergänzender Hinweis dienen, nicht als Diagnose- oder Therapieentscheidung. Ernährungsseitig könnte eine gezielte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) bei bestimmten Genotypen vorteilhaft sein, aber individuelle Beratung durch Fachpersonal ist notwendig. Insgesamt: vielversprechende, aber noch nicht ausgereifte Evidenz.

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