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Unterschied Laienmeinung vs Evidenz: Sportgene Training

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Unterschied Laienmeinung vs Evidenz: Sportgene Training

Die Vorstellung, dass ein Gentest für Sportgene (z. B. ACTN3, ACE) das optimale Training vorhersagen kann, ist unter Laien weit verbreitet, wird aber durch die Evidenz nur schwach gestützt. Zwar zeigen Assoziationsstudien, dass bestimmte Varianten mit einer leichten Verschiebung hin zu Ausdauer- oder Kraftleistung einhergehen können, die Effektgrößen sind jedoch gering und durch Training, Ernährung, Motivation und Regeneration deutlich überlagerbar. Randomisierte kontrollierte Studien, die belegen, dass eine auf solchen Genvarianten basierte Trainingssteuerung zu besseren Ergebnissen führt als eine allgemein gute Trainingsplanung, fehlen. Die meisten kommerziellen Tests übertreiben zudem die klinische Relevanz. Für ambitionierte Freizeitsportler ist ein evidenzbasierter Trainingsplan mit Progressionsprinzipien und individueller Belastungssteuerung weitaus wertvoller als eine DNA-Analyse. Die Genetik kann als interessanter Zusatzfaktor betrachtet werden, sollte aber nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage dienen.

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