CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für systemische Entzündungen. In den Wechseljahren steigt das kardiovaskuläre Risiko durch hormonelle Veränderungen, und CRP kann als Teil der Risikostratifizierung nützlich sein. Studien zeigen, dass erhöhtes CRP in der Menopause mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert ist. Allerdings ist CRP nicht spezifisch für die Menopause – es reagiert auf viele Faktoren wie Infektionen, Rauchen oder Übergewicht. Die alleinige Messung ohne klinischen Kontext ist wenig aussagekräftig. Leitlinien (z. B. AHA/ACC) empfehlen CRP bei mittlerem Risiko, nicht als Routine-Screening. Für die individuelle Bewertung sollten zusätzlich Lipide, Blutdruck und Lebensstil berücksichtigt werden. Ein erhöhter CRP-Wert allein rechtfertigt keine spezifische Therapie, kann aber Anlass für eine umfassendere Abklärung sein. Die Evidenz ist moderat: Die allgemeine Nutzung von CRP ist gut belegt, der spezifische Nutzen in der Menopause ist weniger klar. Vorsicht vor Überinterpretation – CRP ist ein Entzündungsmarker, kein Menopause-Diagnostikum.
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