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was kostet eine genanalyse — was ist evidenzbasiert?

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was kostet eine genanalyse — was ist evidenzbasiert?

Die Kosten für eine Genanalyse variieren stark je nach Umfang und Anbieter. Direkt-zu-Verbraucher-Tests (DTC) wie 23andMe oder MyHeritage kosten meist zwischen 50 und 150 Euro, testen aber oft nur wenige hunderttausend SNPs und liefern keine vollständige Sequenz. Klinische Tests (z. B. für Pharmakogenetik oder seltene Erbkrankheiten) können 200 bis über 1000 Euro kosten und werden meist von Ärzten verordnet. Evidenzbasiert sind vor allem Bereiche mit starken Assoziationsstudien: Pharmakogenetik (z. B. CYP2D6 für Medikamentenstoffwechsel), monogene Erkrankungen (z. B. BRCA1/2) und einige GWAS-basierte Risikoscores für häufige Erkrankungen. Schwach oder nicht evidenzbasiert sind dagegen viele Behauptungen zu Nutrigenetik, „Sportgenen“ (ACTN3-Effekt ist klein und abstammungsabhängig) oder „Adrenal Fatigue“ – ein widerlegtes Konzept. DTC-Tests decken oft nur häufige Varianten ab, seltene oder krankheitsrelevante Mutationen können übersehen werden. Wichtig: Ergebnisse immer mit einem Arzt oder Genetiker besprechen, nie selbstständig Medikamente anpassen. Die Evidenzlage ist gemischt: stark für klinisch validierte Anwendungen, schwach für Lifestyle-Versprechen.

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