Die Aussagekraft von Magnesium-Laborwerten (meist Serum-Magnesium) ist begrenzt. Studien zeigen, dass Serum-Magnesium nur etwa 1 % des Gesamtkörpermagnesiums widerspiegelt und nicht gut mit intrazellulären Spiegeln korreliert. Ein normaler Serumwert schließt einen Magnesiummangel nicht aus. Erythrozyten-Magnesium oder der Magnesium-Retentionstest gelten als aussagekräftiger, sind aber im Routinelabor selten. Consumer-Labore, die auf DNA-Varianten (z. B. TRPM6) verweisen, haben keine klinische Validierung. Die Evidenz ist moderat: Bei Risikogruppen (Diabetiker, Ältere, chronisch Kranke) kann ein Magnesiumtest sinnvoll sein, bei Gesunden ist der Nutzen fraglich. Caveat: Selbstmedikation ohne Mangel kann zu Durchfall oder Wechselwirkungen führen.
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