Die Rolle von VKORC1 für die Haut ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. VKORC1 kodiert für ein Enzym des Vitamin-K-Zyklus, das vor allem für die Blutgerinnung und den Knochenstoffwechsel bekannt ist. Vitamin K wird zwar in Hautpflegeprodukten zur Minderung von Blutergüssen oder Besenreisern eingesetzt, doch ein direkter genetischer Einfluss von VKORC1-Varianten auf die Hautgesundheit ist nicht durch robuste Humanstudien gestützt. Die meisten Assoziationen stammen aus mechanistischen oder tierexperimentellen Arbeiten. Consumer-DNA-Tests, die VKORC1-SNPs (z. B. rs9923231) im Zusammenhang mit Hautalterung oder -elastizität anführen, überschätzen oft die Evidenz. Die individuelle Hautbeschaffenheit wird primär durch Sonnenexposition, Lebensstil und andere Gene (z. B. MC1R, MMP1) bestimmt. Fazit: Keine klinisch relevante Aussage möglich. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen.
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