Mythen vs. Fakten: AMH und Haut AMH (Anti-Müller-Hormon) ist ein etablierter Marker für die ovarielle Reserve, wird aber zunehmend mit Hautalterung in Verbindung gebracht. Fakt: AMH wird von den Granulosazellen der Ovarialfollikel produziert und korreliert mit der Anzahl verbleibender Eizellen. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen niedrigem AMH und vorzeitiger Hautalterung hin, da beide Prozesse oxidativem Stress und Telomerverkürzung unterliegen. Mythos: AMH-Tests können direkt den Hautzustand vorhersagen oder als Anti-Aging-Maßnahme dienen. Die Evidenz ist schwach – es gibt keine validierten AMH-Grenzwerte für Hautalterung, und die meisten Daten stammen aus kleinen Beobachtungsstudien. Zudem wird AMH nicht in der Haut selbst produziert, sondern spiegelt systemische Hormonveränderungen wider. Ein normaler AMH-Wert schließt Hautalterung nicht aus. Vorsicht vor Marketing, das AMH als „Hautalterungs-Biomarker“ bewirbt. Für Hautgesundheit sind etablierte Faktoren wie UV-Schutz, Ernährung und Lebensstil entscheidend.
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