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Helicobacter: was ist evidenzbasiert?

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Helicobacter: was ist evidenzbasiert?

Die Frage nach evidenzbasierten Ansätzen zu Helicobacter pylori ist berechtigt. Klar belegt ist: Eine Eradikationstherapie bei nachgewiesener Infektion mit H. pylori ist bei Patienten mit peptischem Ulkus, MALT-Lymphom oder nach Magenfrühkarzinom-Resektion indiziert (Leitlinien-basiert). Auch bei funktioneller Dyspepsie kann eine Eradikation in Subgruppen helfen, der Effekt ist jedoch moderat. Für asymptomatische Personen ist ein generelles Screening oder eine Behandlung nicht evidenzbasiert – die Risiken (Antibiotikaresistenz, Nebenwirkungen) überwiegen meist den Nutzen. Ein Gentest auf H. pylori ist nicht sinnvoll; der Nachweis erfolgt über Stuhl-Antigen-Test, 13C-Atemtest oder Gastroskopie mit Biopsie. Die Behauptung, dass ein DNA-Test eine H. pylori-Infektion oder deren Folgen zuverlässig vorhersagen könne, ist nicht durch klinische Studien gestützt. Zusammenfassend: Evidenz stark für Behandlung bei klarer Indikation, schwach für Screening bei Gesunden. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen.

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