APOE (insbesondere das ε4-Allel) ist ein gut untersuchter genetischer Risikofaktor für die Alzheimer-Krankheit. Im Kontext der Wechseljahre gibt es Hinweise, dass der Östrogenabfall bei ε4-Trägerinnen die kognitive Vulnerabilität erhöhen könnte. Allerdings ist die Evidenz für direkte Handlungsempfehlungen aus einem APOE-Test in den Wechseljahren begrenzt. Es existieren keine randomisierten kontrollierten Studien, die belegen, dass eine Hormontherapie basierend auf dem APOE-Status das Demenzrisiko senkt. Die Effektstärke des einzelnen SNPs ist gering, und Lebensstilfaktoren (Ernährung, Bewegung, kognitive Stimulation) haben einen größeren Einfluss. Ein Gentest liefert lediglich einen Risikohinweis, keine Diagnose. Die klinische Nützlichkeit für die Menopause-Beratung ist derzeit nicht etabliert. Evidenz: human-moderate.
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