FT3 (freies Trijodthyronin) ist das aktive Schilddrüsenhormon, das den Stoffwechsel reguliert. In den Wechseljahren verändern sich Östrogen- und Progesteronspiegel, was die Schilddrüsenachse beeinflussen kann – etwa durch veränderte Bindungsproteine oder periphere Konversion von T4 zu T3. Dennoch ist der alleinige FT3-Wert ohne TSH und fT4 klinisch wenig aussagekräftig. Die Evidenz für einen routinemäßigen FT3-Check in der Menopause ist schwach: Es gibt keine großen randomisierten Studien, die einen Nutzen belegen. Viele Frauen mit Wechseljahresbeschwerden haben normale Schilddrüsenwerte; umgekehrt können Symptome wie Müdigkeit oder Gewichtszunahme sowohl von Hormonumstellung als auch von Schilddrüsendysfunktion stammen. Ein FT3-Test ist sinnvoll, wenn bereits eine Schilddrüsenerkrankung bekannt ist oder TSH/FT4 auffällig sind. Ohne klinischen Verdacht führt er oft zu Verunsicherung und Überdiagnostik. Consumer-Labortests, die FT3 isoliert anbieten, sollten kritisch hinterfragt werden. Evidenz: human-moderate (Beobachtungsstudien, keine starken Interventionsdaten). Sicherheitshinweis: Keine Supplementierung oder Therapie allein aufgrund eines FT3-Werts ohne ärztliche Abklärung.
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