Die Frage, ob IgG-Tests in den Wechseljahren sinnvoll sind, lässt sich aus wissenschaftlicher Sicht klar verneinen. IgG-Antikörpertests werden oft als „Nahrungsmittelunverträglichkeitstests“ vermarktet, sind aber kein anerkannter diagnostischer Standard. Die Evidenz zeigt, dass solche Tests keine klinisch relevante Aussage über echte Unverträglichkeiten oder hormonell bedingte Beschwerden in den Wechseljahren liefern. In den Wechseljahren treten häufig Symptome wie Blähungen, Verdauungsstörungen oder Gewichtszunahme auf – diese sind meist auf hormonelle Umstellungen (Östrogenabfall) zurückzuführen, nicht auf spezifische Nahrungsmittel-IgG-Reaktionen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und andere Fachgesellschaften raten von IgG-basierten Tests ab, da sie zu unnötigen Diäten und Fehlinterpretationen führen können. Sinnvoller ist eine ärztliche Abklärung mit Fokus auf Hormonstatus, Schilddrüse, Vitamin-D- und B12-Spiegel sowie ggf. einen Atemtest bei Laktose-/Fruktoseintoleranz. Ein MyBody-X Gentest kann genetische Prädispositionen für Nährstoffmängel aufzeigen, ersetzt aber keine Blutanalyse. Fazit: IgG-Tests sind in den Wechseljahren nicht evidenzbasiert und nicht empfehlenswert.
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