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Hormoncheck Männer: was ist evidenzbasiert?

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Hormoncheck Männer: was ist evidenzbasiert?

Die Frage nach evidenzbasierten Hormonchecks für Männer ist berechtigt, denn viele Direkt-zu-Verbraucher-Tests versprechen mehr, als sie halten können. Klinisch etabliert ist die Bestimmung von Gesamttestosteron, freiem Testosteron (via Berechnung oder Gleichgewichtsdialyse), LH, FSH, Prolaktin und ggf. Östradiol bei spezifischen Symptomen wie Libidoverlust, erektiler Dysfunktion, Gynäkomastie oder Osteoporose. Die Blutabnahme sollte morgens (7–11 Uhr) erfolgen, da Testosteron zirkadian schwankt. Ein alleiniger genetischer Test (z. B. auf TNF- oder SHBG-Varianten) ist nicht ausreichend, um einen Hormonstatus zu beurteilen – die Evidenz für solche SNP-basierten Aussagen ist schwach (mechanistisch oder rein assoziativ). Auch die Interpretation von IgG-Lebensmitteltests zur Hormonoptimierung ist wissenschaftlich nicht haltbar. Fazit: Ein Hormoncheck sollte auf validierten Laborparametern basieren, ärztlich interpretiert werden und nicht durch Gen- oder Unverträglichkeitstests ersetzt werden.

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