Bei IgG-Tests im Zusammenhang mit den Wechseljahren ist Vorsicht geboten. Viele kommerzielle IgG-Tests (insbesondere IgG4) werden als „Nahrungsmittelunverträglichkeitstests“ vermarktet, sind aber wissenschaftlich nicht als Diagnosewerkzeug anerkannt. Die Menopause bringt hormonelle Veränderungen mit sich, die das Immunsystem beeinflussen können – etwa eine erhöhte Entzündungsneigung oder veränderte Antikörperspiegel. Dennoch gibt es keine belastbare Evidenz, dass IgG-Messungen in dieser Lebensphase klinisch relevante Entscheidungen zu Ernährung oder Supplementen ermöglichen. Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) rät von IgG-basierten Tests ab, da sie häufig falsch-positive Ergebnisse liefern und zu unnötigen Diäten führen. Stattdessen sollten Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Gelenkschmerzen mit einem Arzt besprochen werden. Ein Fokus auf entzündungshemmende Ernährung, ausreichend Vitamin D und Bewegung ist evidenzbasierter als IgG-Tests. Caveat: Die Testanbieter betonen oft „individuelle Auswertung“, aber die zugrundeliegende Studienlage ist schwach. Keine der mitgelieferten Quellen bezieht sich direkt auf IgG und Menopause.
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