Der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) wird oft mit Stoffwechsel und Gewichtsregulation in Verbindung gebracht. Einige Studien zeigen Assoziationen zwischen VDR-Polymorphismen (z. B. rs2228570, rs1544410) und BMI oder Fettmasse, die Effekte sind jedoch klein und inkonsistent. Die Evidenz stammt überwiegend aus Beobachtungsstudien und GWAS; randomisierte kontrollierte Studien, die einen kausalen Nutzen von VDR-basierten Diätempfehlungen belegen, fehlen. VDR-Varianten können die Vitamin-D-Aufnahme oder -Signalgebung leicht modulieren, aber der Einfluss auf Gewichtsverlust wird durch Lebensstilfaktoren (Kalorienbilanz, Bewegung) deutlich überlagert. Direkt-zu-Verbraucher-Tests überschätzen oft die klinische Relevanz. Eine VDR-Genotypisierung allein ist nicht geeignet, um eine personalisierte Abnehmstrategie abzuleiten. Sinnvoller ist ein Fokus auf etablierte Maßnahmen wie ausgewogene Ernährung und Kalorienkontrolle. Vorsicht vor übertriebenen Marketingversprechen: Die Genetik erklärt nur einen kleinen Teil der Gewichtsvarianz.
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