Kefir wird oft als probiotisches Lebensmittel beworben, das über die Darm-Hirn-Achse Stress reduzieren kann. Tatsächlich gibt es Hinweise aus Tierstudien und kleinen Humanstudien, dass bestimmte probiotische Stämme (z. B. Lactobacillus, Bifidobacterium) die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol dämpfen und die Stimmung verbessern können. Kefir enthält eine Mischung solcher Bakterien und Hefen, aber die direkte Wirkung auf Stress ist nicht ausreichend durch große, kontrollierte Studien belegt. Die Evidenz ist vorwiegend mechanistisch (Tiermodelle, in vitro) und basiert auf der Annahme, dass eine gesunde Darmflora die Stressresilienz fördert. Individuelle Faktoren wie Ernährung, Genetik (z. B. MCM6-Varianten bei Laktoseintoleranz) und Lebensstil dominieren. Wer Kefir verträgt, kann ihn als Teil einer ausgewogenen Ernährung probieren, aber als alleinige Stresslösung ist er nicht belegt. Vorsicht bei Laktoseintoleranz: Kefir enthält wenig Laktose, kann aber dennoch Symptome auslösen. Evidenzgrad: human-moderat/mechanistisch. Quellen: keine spezifischen aus dem Kontext.
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