Glukose ist der primäre Brennstoff für das Gehirn und die Muskulatur. Ein Abfall des Blutzuckers (Hypoglykämie) kann direkt Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Reizbarkeit auslösen. Umgekehrt führen starke Blutzuckerschwankungen – etwa nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit – zu einem raschen Anstieg und anschließendem Abfall, was eine postprandiale Müdigkeit („Food Coma“) verursachen kann. Die individuelle Reaktion hängt von Faktoren wie Insulinsensitivität, Genetik (z. B. BDNF Val66Met, das die Glukosetoleranz modulieren kann) und der Zusammensetzung der Mahlzeit ab. Die Evidenz ist überwiegend human-observational; es gibt keine starke klinische Empfehlung für personalisierte Blutzuckermessungen allein zur Müdigkeitskontrolle. Vorsicht: Marketing verspricht oft einfache Kausalitäten, aber Müdigkeit ist multifaktoriell (Schlaf, Stress, Nährstoffmangel). Ein kontinuierlicher Glukosemonitor (CGM) kann helfen, eigene Muster zu erkennen, ersetzt aber keine ärztliche Abklärung bei chronischer Müdigkeit.
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