Das Verhältnis von Glukose und Gewichtsabnahme ist von vielen Mythen umgeben. Ein häufiger Mythos besagt, dass Glukose grundsätzlich dick macht. Tatsächlich ist Glukose der primäre Energielieferant des Körpers, insbesondere für das Gehirn und die Muskulatur. Entscheidend ist nicht die Glukose an sich, sondern die Gesamtbilanz aus Kalorienaufnahme und -verbrauch sowie die Insulinantwort. Ein weiterer Mythos: Alle Kohlenhydrate seien gleich. Die glykämische Last und die Ballaststoffbegleitung beeinflussen, wie schnell Glukose ins Blut gelangt. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüse liefern Glukose in einer „langsamen“ Form, die den Blutzuckerspiegel stabil hält und Heißhunger vorbeugt. Ein dritter Mythos: Glukosespitzen verhindern die Fettverbrennung. Zwar hemmt Insulin kurzfristig die Lipolyse, aber über 24 Stunden ist die Fettbilanz entscheidend. Moderate Kohlenhydratmengen sind mit Gewichtsverlust vereinbar, solange ein Kaloriendefizit besteht. Die Evidenz aus randomisierten Studien zeigt, dass Low-Carb- und ausgewogene Diäten langfristig ähnlich effektiv sind. Vorsicht vor überzogenen Versprechungen von Blutzuckermonitoring-Geräten: Individuelle Reaktionen variieren, aber für gesunde Menschen ist ein normaler Glukosestoffwechsel kein Hindernis fürs Abnehmen.
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