Stoffwechsel (Metabolismus) bezeichnet die Gesamtheit aller biochemischen Reaktionen im Körper, die Nährstoffe in Energie umwandeln, Zellstrukturen aufbauen und Abfallprodukte abbauen. Man unterscheidet Katabolismus (Abbau zur Energiegewinnung) und Anabolismus (Aufbau von körpereigenen Substanzen). Die Geschwindigkeit des Grundumsatzes wird durch Faktoren wie Muskelmasse, Alter, Hormone und Genetik beeinflusst. Direkt-zu-Verbraucher-Gentests behaupten oft, den „Stoffwechseltyp“ zu bestimmen (z. B. über CYP1A2 für Koffein oder CLOCK-Gene für den zirkadianen Rhythmus). Die Evidenz zeigt jedoch, dass einzelne Genvarianten nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Stoffwechselvariabilität erklären. Lebensstil, Ernährung, Medikamente und Krankheiten haben meist einen größeren Einfluss. Eine seriöse Stoffwechselanalyse umfasst daher klinische Biomarker (Nüchternblutzucker, Lipidprofil, Schilddrüsenwerte) und keine isolierten Gen-SNPs. Die Bezeichnung „Stoffwechseltyp“ ist wissenschaftlich nicht haltbar und dient oft dem Marketing. Für eine individuelle Beratung sind ärztliche Untersuchungen und keine Heimtests zu empfehlen.
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