Reis ist von Natur aus glutenfrei, da er kein Weizen-, Roggen- oder Gerstenprotein enthält. Dennoch berichten manche Menschen nach Reisverzehr über Beschwerden. Mögliche Ursachen sind: 1) Kreuzkontamination während Anbau, Transport oder Verarbeitung mit glutenhaltigen Getreiden – besonders bei verpacktem Reis oder in Mühlen. 2) Reaktionen auf andere Proteine im Reis, z. B. Lektine oder Amylase-Trypsin-Inhibitoren, die bei empfindlichen Personen Symptome auslösen können. 3) Bei Zöliakie oder Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität kann eine sogenannte Kreuzreaktivität auftreten, bei der das Immunsystem auch auf ähnliche Proteine in Reis reagiert – dies ist jedoch selten und nicht eindeutig belegt. 4) Auch eine Reishistamin-Intoleranz oder Schimmelpilzbelastung (Mykotoxine) kann Beschwerden verursachen. Die Evidenz für diese Ursachen ist überwiegend mechanistisch oder basiert auf Einzelfallberichten. Ein Arzt oder Ernährungsberater sollte bei anhaltenden Symptomen hinzugezogen werden. Direkte Studien zu Reis und Gluten-assoziierten Reaktionen fehlen im vorliegenden Kontext.
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