Ein Menopause-Check (z. B. Hormonmessung von FSH, Östradiol, AMH) kann Hinweise auf den Wechseljahresstatus geben, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose. Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn: 1) die Periode länger als 12 Monate ausbleibt (Klimakterium), 2) typische Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Scheidentrockenheit den Alltag beeinträchtigen, 3) die Menopause vor dem 40. Lebensjahr eintritt (frühzeitige Ovarialinsuffizienz), 4) unklare Blutungen auftreten (Abklärung nötig), oder 5) eine Hormonersatztherapie erwogen wird. Ein Heimtest allein kann keine Therapieentscheidung leiten; er liefert nur eine Momentaufnahme. Die Evidenz für Selbsttests ist schwach – sie sind als Screening, nicht als Diagnostik gedacht. Bei Risikofaktoren für Osteoporose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte die ärztliche Beratung frühzeitig erfolgen. Caveat: Ein normaler Hormonspiegel schließt perimenopausale Beschwerden nicht aus. Die Wechseljahre sind ein natürlicher Prozess, aber bei Leidensdruck oder Unsicherheit ist der Gang zum Gynäkologen immer gerechtfertigt.
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