Mythos: CYP1A2 bestimmt, ob Kaffee müde macht. Fakt: CYP1A2 beeinflusst den Koffeinabbau – ‚schnelle‘ Metabolisierer bauen Koffein rasch ab, ‚langsame‘ langsamer. Studien zeigen, dass langsame Metabolisierer bei hohem Koffeinkonsum ein erhöhtes Risiko für Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Probleme haben können (PMID 17023672, PMID 22473047). Allerdings ist Müdigkeit multifaktoriell: Schlafqualität, Stress, Ernährung, Bewegung und andere Gene (z. B. ADORA2A) spielen eine größere Rolle. Ein einzelner CYP1A2-SNP sagt nicht zuverlässig voraus, ob Sie müde werden. Consumer-DNA-Tests überschätzen oft die klinische Relevanz. Evidenz: moderate Humanstudien zur Koffeinkinetik, aber schwache direkte Verbindung zu Müdigkeit. Caveat: Keine Ernährungsempfehlung allein aus dem Genotyp ableiten. Wer unter chronischer Müdigkeit leidet, sollte ärztliche Abklärung suchen – keine Selbsttest-Interpretation.
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