Sportgen-Tests analysieren meist SNPs wie rs1815739 (ACTN3) oder ACE I/D, die mit Muskeltyp und Ausdauer assoziiert sind. Die Effekte sind jedoch klein (OR 0,05–11,13, p<1e-43) und erklären nur einen Bruchteil der Leistungsfähigkeit. Die Vorhersagekraft ist begrenzt, da Training, Ernährung, Motivation und Umgebung dominieren. Viele Anbieter übertreiben die Aussagekraft – ein einzelnes Gen bestimmt nicht, ob man Sprinter oder Marathonläufer wird. Die Evidenz basiert auf GWAS, nicht auf klinischen Studien. Ein positiver Test (z. B. C-Allel in ACTN3) bedeutet nicht, dass Kraftsport unmöglich ist. Sicherheitshinweis: Keine drastischen Trainingsumstellungen oder Supplementierungen allein aufgrund eines Gentests vornehmen. Konsultiere bei Unsicherheit einen Sportmediziner. Die Tests sind als Neugierde interessant, aber nicht klinisch handlungsrelevant.
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