Es gibt keine universelle, evidenzbasierte Vorgabe zur genauen Wassermenge vor einer Blutabnahme. Die gängige medizinische Praxis empfiehlt, vor der Blutentnahme ausreichend Wasser zu trinken (ca. 1–2 Gläser, 200–500 ml), um die Venen besser sichtbar zu machen und Kreislaufprobleme zu vermeiden. Zu viel Wasser (mehr als 1 Liter) kann jedoch das Blut verdünnen und bestimmte Laborwerte wie Elektrolyte, Hämoglobin oder Hämatokrit verfälschen. Bei Nüchternblutuntersuchungen (z. B. Glukose, Lipidprofil) ist Wasser erlaubt, aber keine zuckerhaltigen Getränke, Kaffee oder Tee. Die Evidenz hierfür beruht auf klinischer Erfahrung und Laborstandards, nicht auf randomisierten Studien. Einige Labore geben spezifische Empfehlungen – am besten die Anweisungen des jeweiligen Labors befolgen. Für die meisten Routine-Blutbilder ist moderate Wasseraufnahme unbedenklich und sogar förderlich.
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