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Welche Rolle spielt Cortisol für fatigue?

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Welche Rolle spielt Cortisol für fatigue?

Cortisol, das wichtigste Glukokortikoid des Menschen, spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation von Energie, Stress und Entzündungen. Bei chronischem Stress kann ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel zu Erschöpfung (fatigue) führen, da der Körper in einem ständigen Alarmzustand verharrt und die Nebennieren erschöpft werden. Umgekehrt kann auch ein zu niedriger Cortisolspiegel, etwa bei Nebenniereninsuffizienz, Müdigkeit verursachen. Die Evidenz für diesen Zusammenhang ist stark (human-strong), basierend auf zahlreichen klinischen Studien und Endokrinologie-Leitlinien. Allerdings ist die Messung von Cortisol im Speichel oder Blut allein nicht ausreichend, um Fatigue zu diagnostizieren – es bedarf einer umfassenden ärztlichen Abklärung. Direkt-zu-Verbraucher-Tests, die Cortisol als alleinigen Marker für Erschöpfung anpreisen, sind irreführend. Fatigue ist multifaktoriell: Schlafqualität, Ernährung, psychische Gesundheit und Bewegung spielen ebenso eine Rolle. Ein erniedrigter oder erhöhter Cortisolspiegel kann ein Hinweis sein, aber keine Ferndiagnose ersetzen.

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