Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das an zahlreichen enzymatischen Prozessen beteiligt ist, darunter Immunfunktion, antioxidative Abwehr und Hormonregulation. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was oxidativen Stress und Entzündungen fördern kann. Zink könnte hier theoretisch unterstützend wirken, da es als Cofaktor für Superoxiddismutase (SOD) dient und die Immunzellfunktion moduliert. Einige Beobachtungsstudien deuten auf einen Zusammenhang zwischen niedrigem Zinkstatus und verstärkten menopausalen Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen hin. Allerdings fehlen große randomisierte kontrollierte Studien, die eine klare klinische Empfehlung für eine Zinksupplementierung in den Wechseljahren rechtfertigen. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch und basiert auf kleinen Kohorten. Zudem kann eine übermäßige Zinkaufnahme (z. B. >40 mg/Tag) zu Kupfermangel und neurologischen Nebenwirkungen führen. Bei MyBody-X-Tests wird Zink oft im Rahmen von Nährstoff- oder DNA-Panels angeboten, doch die individuelle Vorhersagekraft ist begrenzt. Eine ausgewogene Ernährung mit zinkreichen Lebensmitteln (Austern, Rindfleisch, Kürbiskerne) ist sicherer als ungezielte Supplemente. Fazit: Zink hat ein plausibles Wirkpotenzial, aber die Datenlage reicht für eine starke Empfehlung nicht aus.
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