Stuhlproben (Mikrobiomanalysen) werden zunehmend im Sportbereich vermarktet, um die Darmgesundheit, Entzündungsneigung und Nährstoffaufnahme zu bewerten. Die wissenschaftliche Evidenz für einen direkten Leistungsvorteil durch personalisierte Ernährungsempfehlungen basierend auf dem Stuhlmikrobiom ist jedoch noch begrenzt. Studien zeigen Zusammenhänge zwischen bestimmten Bakterienarten und Ausdauer, Regeneration oder Muskelmasse, aber kausale Belege fehlen oft. Die Analysen sind stark von Ernährung, Medikamenten und Tagesform abhängig, sodass einmalige Tests wenig aussagekräftig sind. Zudem sind viele kommerzielle Tests nicht klinisch validiert. Für Sportler kann eine Stuhlprobe als grober Indikator für die Vielfalt des Mikrobioms dienen, sollte aber nicht als alleinige Grundlage für Trainings- oder Ernährungsentscheidungen verwendet werden. Sinnvoller ist eine begleitende Nutzung mit Ernährungsprotokollen und Bluttests. Die Evidenz ist derzeit als 'mixed' einzustufen: Es gibt vielversprechende Ansätze, aber keine robusten Richtlinien.
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