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Myths vs Facts: Cortisol und Blutzucker

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Myths vs Facts: Cortisol und Blutzucker

Cortisol, das wichtigste Stresshormon, fördert die Gluconeogenese in der Leber und hemmt die Insulinwirkung – beides kann den Blutzucker erhöhen. Ein verbreiteter Mythos ist, dass Cortisol allein für hohe Blutzuckerwerte verantwortlich sei. Tatsächlich ist die Regulation komplex: Cortisol unterliegt einem Tagesrhythmus (morgens hoch, nachts niedrig) und wird durch akuten Stress nur kurzfristig erhöht. Chronisch erhöhte Werte – etwa bei dauerhaftem Stress oder Cushing-Syndrom – können die Insulinresistenz verstärken und langfristig den Blutzucker steigen lassen. Allerdings spielen Ernährung, Bewegung, Schlaf und Genetik eine ebenso große Rolle. Die Behauptung, man könne Cortisol durch bestimmte Diäten oder Nahrungsergänzungsmittel gezielt senken und damit den Blutzucker normalisieren, ist wissenschaftlich schwach belegt. Direkte Belege aus dem vorliegenden Kontext fehlen. Daher ist Vorsicht geboten: Ohne ärztliche Abklärung (z. B. Speichel-Cortisol-Tagesprofil) sollte man keine weitreichenden Maßnahmen ableiten. Evidenzgrad: mechanistisch (physiologisch gut verstanden, aber keine spezifischen Humanstudien aus dem Kontext).

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