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Myths vs Facts: Folsäure und stress

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Myths vs Facts: Folsäure und stress

Die Behauptung, dass Folsäure direkt Stress reduziert, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Folsäure (Vitamin B9) ist essenziell für die Methylierung und die Synthese von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin, die die Stimmung beeinflussen. Ein Mangel kann daher theoretisch zu einer erhöhten Stressanfälligkeit beitragen. Allerdings zeigen randomisierte kontrollierte Studien keinen konsistenten Effekt einer Folsäure-Supplementierung auf Stress oder Angst bei Menschen ohne nachgewiesenen Mangel. Die Evidenz beschränkt sich auf mechanistische Zusammenhänge und Beobachtungsstudien. Zudem wird Folsäure oft mit Vitamin B12 verwechselt, das eine stärkere Evidenz für die Nervenfunktion hat. Bei MTHFR-Varianten (wie aus Gentests bekannt) ist eine Umstellung auf Methylfolat nicht nötig – Folsäure wird auch dann ausreichend verstoffwechselt, wie aktuelle Leitlinien betonen. Wer unter chronischem Stress leidet, sollte eher auf eine ausgewogene Ernährung mit B-Vitaminen, Magnesium und ausreichend Schlaf achten. Ein Bluttest auf Homocystein oder Folat kann Klarheit schaffen, bevor teure Supplemente gekauft werden. Marketing übertreibt oft die Wirkung von Methylfolat gegen Stress – bleiben Sie skeptisch.

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