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Myths vs Facts: Folsäure und Fruchtbarkeit

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Myths vs Facts: Folsäure und Fruchtbarkeit

Folsäure (Vitamin B9) ist vor allem für die Prävention von Neuralrohrdefekten in der Frühschwangerschaft bekannt. Doch auch für die Fruchtbarkeit beider Geschlechter wird eine positive Wirkung diskutiert. Bei Frauen kann eine ausreichende Folsäurezufuhr die Eizellreifung und Ovulationsqualität unterstützen, da Folsäure an der DNA-Synthese und Zellteilung beteiligt ist. Bei Männern deuten Studien auf einen Zusammenhang zwischen Folsäurestatus und Spermienqualität hin – insbesondere Spermienzahl und -motilität. Die Evidenz ist jedoch moderat: Randomisierte kontrollierte Studien zeigen teils widersprüchliche Ergebnisse, und die Effekte sind meist gering. Ein Mythos ist, dass hohe Dosen Folsäure (über 1 mg/Tag) die Fruchtbarkeit deutlich steigern – dafür fehlen Belege. Zudem kann eine hohe Folsäurezufuhr einen Vitamin-B12-Mangel maskieren, was besonders bei älteren oder vegan lebenden Menschen problematisch ist. DNA-Tests auf MTHFR-Polymorphismen (wie sie MyBody-X anbietet) können den individuellen Folsäurebedarf theoretisch eingrenzen, doch die klinische Relevanz für die Fruchtbarkeit ist unklar. Die Praxis sollte sich an den allgemeinen Empfehlungen orientieren: 400–800 µg Folsäure/Tag für Frauen mit Kinderwunsch, ergänzt durch eine folatreiche Ernährung. Männer profitieren ebenfalls von einer ausreichenden Zufuhr, aber eine Überdosierung ist nicht sinnvoll. Fazit: Folsäure ist ein wichtiger, aber kein Wundernährstoff für die Fruchtbarkeit. Die Evidenz stützt eine Basisversorgung, nicht eine Hochdosis-Supplementation.

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