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Evidenz-Check: LCT im Kontext von blood sugar

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Evidenz-Check: LCT im Kontext von blood sugar

Der LCT-Genotyp (Laktase-Persistenz) bestimmt, ob nach dem Säuglingsalter weiterhin Laktase produziert wird. Laktose wird in Glukose und Galaktose gespalten – beides blutzuckerwirksame Zucker. Bei Laktase-Persistenz kann Laktose daher den Blutzucker erhöhen, ähnlich wie andere Einfachzucker. Bei Laktasemangel (Non-Persistenz) wird Laktose nicht gespalten, sondern von Darmbakterien fermentiert; der Blutzucker steigt kaum an. Allerdings ist die Effektgröße des LCT-Genotyps auf den Nüchternblutzucker oder HbA1c in der Allgemeinbevölkerung gering und nicht konsistent repliziert. Die meisten Studien zeigen nur schwache Assoziationen, die durch Milchkonsum und Darmmikrobiom moduliert werden. Consumer-DNA-Tests überschätzen oft die klinische Relevanz. Evidenz: mechanistisch/unclear. Praktisch: Bei Laktase-Persistenz kann Milch als Kohlenhydratquelle in die Blutzuckerkontrolle eingerechnet werden; bei Laktasemangel sind laktosereduzierte Produkte zu bevorzugen – nicht primär wegen Blutzucker, sondern wegen gastrointestinaler Symptome. Ein LCT-Test allein ist kein valider Biomarker für Blutzuckerregulation.

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