Die Behauptung, dass eine Variante im TCF7L2-Gen direkt Müdigkeit verursacht, ist ein Mythos. TCF7L2 ist der stärkste bekannte genetische Risikofaktor für Typ-2-Diabetes (GWAS, OR ~1,4 pro Risikoallel). Müdigkeit kann ein Symptom eines unerkannten oder schlecht eingestellten Diabetes sein, aber das Gen selbst verursacht keine Erschöpfung. Der Effekt des Gens auf den Blutzuckerstoffwechsel ist moderat und wird stark durch Lebensstilfaktoren (Ernährung, Bewegung, Gewicht) moduliert. Ein Gentest allein sagt nichts über das aktuelle Müdigkeitsempfinden aus. Die Evidenz ist auf Assoziationsebene solide (human-moderate), aber eine direkte Kausalität für Fatigue ist nicht belegt. Klinisch relevanter sind Nüchternblutzucker, HbA1c und Symptome. Verbraucher sollten sich nicht von DNA-Tests in die Irre führen lassen: Müdigkeit hat viele Ursachen (Schlaf, Stress, Eisenmangel, Schilddrüse).
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