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Worauf achten bei TSH und Fruchtbarkeit?

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Worauf achten bei TSH und Fruchtbarkeit?

Der TSH-Wert (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist ein zentraler Marker für die Schilddrüsenfunktion und hat einen direkten Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Bei Kinderwunsch wird ein TSH-Zielwert unter 2,5 mIU/l empfohlen, da bereits subklinische Schilddrüsenstörungen den Eisprung, die Eizellqualität und die Einnistung beeinträchtigen können. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) führt oft zu Zyklusstörungen und erhöhtem Prolaktin, während eine Überfunktion (Hyperthyreose) ebenfalls die Ovulation stören kann. Wichtig: Ein einzelner TSH-Wert allein reicht nicht aus – die freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 sowie Antikörper (TPO-AK, Tg-AK) sollten mitbestimmt werden, um eine Hashimoto-Thyreoiditis oder Morbus Basedow zu erkennen. Auch bei Männern beeinflusst die Schilddrüse die Spermienqualität. Die Evidenz basiert auf klinischen Leitlinien (z. B. American Thyroid Association) und großen Kohortenstudien. Caveat: Ein TSH im Referenzbereich schließt eine Schilddrüsenfunktionsstörung nicht sicher aus; bei unerfülltem Kinderwunsch ist eine endokrinologische Abklärung sinnvoll. Selbsttests auf TSH allein haben nur begrenzten Aussagewert – eine ärztliche Interpretation ist unerlässlich.

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